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Deutschland – das Land der Kartoffel

Oftmals werden wir Deutschen auch als Spitzname mit „die Kartoffeln“ bezeichnet. Kein Wunder, denn, in keinem Land der Europäischen Union werden so viele Kartoffeln angebaut wie in Deutschland. Dabei stammt die Kartoffel aus den südamerikanischen Anden. Es wird erzählt, dass der „Alte Fritz“, König von Preußen von 1740 bis 1772 die Kartoffel nach Deutschland holte. Dort ließ er seine Kartoffeläcker von Soldaten umstellen und bewachen, um das kostbare Gut streng zu schützen. Das erweckte natürlich Neugier bei den Bauern, die bis dahin noch kein großes Interesse an der Frucht hatten. Die Bauern stibitzten sich die Kartoffeln und begannen selbst die Frucht anzubauen. Eine schöne Legende, auch wenn sie nicht ganz der Wahrheit entspricht. Die Kartoffel kam schon im Dreißigjährigen Krieg nach Deutschland. Im Jahre 1746 gab es dann den sogenannten „Kartoffelbefehl“ des Königs. Die Bauern mussten einen Teil der Felder mit Kartoffeln bepflanzen. Heute gibt es ungefähr 4000 bekannte Kartoffelsorten von mehlig bis festkochend. Dass die Kartoffel dick machen soll, ist auch ein altes Vorurteil, das nur sehr schwer zu überwinden ist. Die Frucht besteht zum großen Teil aus Wasser. Kartoffelgerichte werden jedoch oft mit viel Salz und Fett zubereitet, davon kann man dick werden, nicht von der Kartoffel.
Neben den vielen interessanten Sachverhalten zum Thema „Rund um die Kartoffel“ konnten wir einige Experimente machen. Wir überprüften den Stärkegehalt, kontrollierten, ob die Kartoffel schwimmen kann oder brachten sie mit Hilfsmitteln zum Schwimmen. Am Interessantesten war das Experiment, dass man die Kartoffel als Batterie für eine normale Armbanduhr benutzen kann.
Zum Abschluss kochten wir uns in Gruppen noch verschiedene Kartoffelgerichte.

 

Rund um die Kartoffel

Auch in diesem Schuljahr haben unsere 6. Klassen wieder das traditionelle Kartoffelprojekt durchgeführt. Obwohl die Kartoffel ursprünglich gar nicht aus Deutschland kommt, ist sie für uns Deutsche nicht mehr vom Speiseplan wegzudenken. Und weil wir so viele davon essen, werden wir im Ausland sogar als „Kartoffelköpfe“ bezeichnet. Die 6a und 6b haben an ihrem jeweiligen Projekttag etwas über die Geschichte der Kartoffel gelernt, ihre Herkunft und Werdegang bis zu uns nach Deutschland, wo sie sich so gut etabliert hat. Im physikalischen Teil versuchten die Schülerinnen und Schüler eine Kartoffel zum Schwimmen zu bringen. Es wurden Volumen und Massen von Kartoffelquadern berechnet und versucht mit einer Kartoffel eine elektrische Spannung zu erzeugen. Im künstlerischen Teil haben die Klassen mit geschnitzten Kartoffelstücken individuelle Drucke hergestellt. Auch ein hauswirtschaftlich-biologischer Bereich wurde an diesen Tagen thematisiert. Die Biologie der Kartoffelpflanze und ihre Inhaltsstoffe wurden besprochen. Nebenbei wurden diverse Kartoffelgerichte zubereitet und gemeinsam gegessen. Letztendlich haben sich die Schüler über diesen Tag gefreut und sich gewundert, wie spannend dann doch eine eigentlich so langweilig wirkende Kartoffel sein kann.

 




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